Ferragosto in Südtirol: Mariä Himmelfahrt, Hochunserfrauentag und Sommer im Hohenwart
Ein Feiertag zwischen Nord und Süd
Der 15. August trägt in Südtirol mehrere Namen und fällt mitten in jene Ferienzeit, in der der Sommer seinen Höhepunkt erreicht. In Italien ist es Ferragosto, der große Feiertag im Hochsommer. In der katholischen Tradition ist es Mariä Himmelfahrt. Im deutschsprachigen Südtirol kennt man den Tag auch als Hochunserfrauentag.
Schon in diesen drei Begriffen liegt viel von dem, was Südtirol ausmacht. Italienische Sommerfreude, kirchlicher Festtag, bäuerlich geprägter Brauch. Ein Tag zwischen Nord und Süd, zwischen alpiner Verwurzelung und mediterraner Leichtigkeit.
Genau an diesem Schnittpunkt liegt auch das Hohenwart. In Schenna oberhalb von Meran, mit Blick auf die Berge und doch ganz nah an der südlichen Wärme des Meraner Landes. Das Alpine und das Mediterrane stehen hier nicht nebeneinander. Sie gehören zusammen. In der Landschaft, in der Küche, im Garten, auf der Terrasse und in der Art, wie Feste gefeiert werden.
Ferragosto: vom römischen Fest zum italienischen Sommerfeiertag
Der Begriff Ferragosto geht auf die römischen Feriae Augusti zurück, die Ferien des Augustus. Später verband sich der Feiertag mit dem christlichen Hochfest Mariä Himmelfahrt am 15. August. Heute ist Ferragosto in Italien der Inbegriff des Hochsommers: ein Tag für Familie, Ausflüge, gemeinsames Essen und eine Pause mitten im August. Für viele fällt er mitten in die Sommerferien und wird zum festen Moment im Urlaub.
In Südtirol bekommt dieser Tag eine eigene Färbung. Er ist nicht nur italienischer Sommerfeiertag, sondern auch ein religiös und kulturell verankerter Tag. Gerade dadurch wird er interessant. Ferragosto ist hier kein ausgelassenes Sommerfest, sondern ein Tag, an dem unterschiedliche Traditionen zusammenkommen.
Hochunserfrauentag in Südtirol
Als Mariä Himmelfahrt ist der 15. August eines der wichtigsten Marienfeste im Kirchenjahr. In Südtirol wird der Tag vielerorts als Hochunserfrauentag begangen. Besonders schön ist der Brauch der Kräuterweihe. Dabei werden Kräutersträuße gesegnet, die mit Schutz, Heilung und Dankbarkeit verbunden sind.
Der Ursprung des Brauchs wird mit der Legende erklärt, dass beim Öffnen des Mariengrabes nicht der Leichnam, sondern Blumen gefunden wurden. So werden am Hochunserfrauentag Pflanzen, Blüten und Heilkräuter in die Kirche getragen. Ein Ritual, das viel über Südtirol erzählt: über Glaube, bäuerliches Wissen und die Nähe zur Natur.
Im Hohenwart feiern wir keine Kräuterweihe im klassischen Sinn. Aber der Gedanke an die Kraft der Pflanzen findet auch bei uns seinen Platz. In der VistaSpa etwa mit einer Arnika und Johanniskrautpackung auf der Quarzsandliege. Die wohltuende Wärme öffnet sanft die Poren, während wertvolle Essenzen ihre Wirkung entfalten. Arnika und Johanniskraut werden traditionell geschätzt, wenn der Körper Erholung sucht. Anschließend schenkt eine entspannende Massage Ruhe und neue Leichtigkeit.
Es ist kein Ersatz für den Brauch. Eher ein feiner Bezug zu dem Wissen um Kräuter, Wärme und Pflege, das in alpinen Regionen seit Generationen weitergegeben wird.
Ferragosto im Hohenwart
Im Hohenwart feiern wir Ferragosto mit einem festlichen Buffet auf unserer Bellavista Terrasse. Für viele Gäste ist dieser Abend ein besonderer Moment im Sommerurlaub in Schenna. Dort öffnet sich der Blick auf das historische Zentrum von Schenna, auf Schloss Schenna, den Kirchhügel und die umliegenden Berge. Ein Ort, der wie gemacht ist für diesen Tag: offen, sonnig, weit und zugleich nah am Dorf.
Serviert werden regionale Köstlichkeiten und festliche Spezialitäten in einer Atmosphäre, die beides verbindet: die Großzügigkeit eines sommerlichen Feiertags und die Leichtigkeit des Südens. Gerade für Familien wird daraus ein Abend, an dem alle zusammenkommen: unkompliziert, festlich und mit viel Raum für den gemeinsamen Genuss.
Der Höhepunkt des Sommers
Ferragosto markiert auch den Höhepunkt des Sommers und damit jene Zeit, in der ein Urlaub in Südtirol besonders vielseitig wird. Die Tage sind warm, die Abende lang, die Berge klar. Wer den Tag aktiv beginnen möchte, findet rund um das Meraner Land viele Möglichkeiten.
Für geübte Wanderer ist der Große Laugen ein eindrucksvoller Gipfelvorschlag. Vom Gampenpass führt die mittelschwere Tour zunächst zur Laugenalm und weiter hinauf zum Kamm. Wer möchte, macht einen kurzen Abstecher zum Laugensee, der malerisch in der Senke zwischen Großem und Kleinem Laugen liegt. Danach geht es über den Grat weiter zum Gipfel auf über 2.400 Metern. Die Wanderung verlangt Kondition und Trittsicherheit, belohnt aber mit einem 360 Grad Rundblick über Südtirol und einer Einkehrmöglichkeit auf der Laugenalm.
Wer das hohe Gebirge lieber ruhiger erleben möchte, findet im Ultental mit der Rundwanderung vom Weißbrunnsee über den Fischersee zur Fiecht Alm eine sanftere Alternative. Die leichte Tour führt durch den Nationalpark Stilfserjoch, dauert rund 1:40 Stunden und öffnet eine Landschaft, die zugleich still und kraftvoll wirkt: Wasser, Felsen, Lärchen, Weite. Fast wie eine Naturkulisse aus einer anderen Welt. Die Fiecht Alm ist dabei ein schönes Ziel für alle, die den Hochsommer in den Bergen spüren möchten, ohne gleich eine große Gipfeltour daraus zu machen.
Und danach? Abkühlung am Pool, ein ruhiger Nachmittag im Garten, ein Spa-Moment mit Arnika und Johanniskraut oder ein lauer Abend auf der Terrasse. Ferragosto im Hohenwart ist genau das: ein Hochsommertag im Urlaub, zwischen Berg und Süden, zwischen Festtag und Ruhe, zwischen Tradition und Leichtigkeit.
Ein Tag, der Südtirol erzählt
Vielleicht ist Ferragosto im Hohenwart deshalb so stimmig, weil der Tag selbst so viel von Südtirol erzählt. Er ist italienisch und alpin, religiös und sommerlich, festlich und naturverbunden. Er trägt Geschichte in sich und zugleich dieses unverwechselbare Gefühl von August: warme Luft, reife Landschaft, helle Berge und lange Abende.
Im Hohenwart wird daraus ein Tag, an dem man spürt, wie selbstverständlich Kulturen hier ineinander greifen. Auf der Bellavista Terrasse, mit Blick auf Schenna und die Berge, mit regionalem Geschmack, mediterraner Leichtigkeit und einem Ort, der bleibt.