November in Schenna: Wenn im Spätherbst die Ruhe einzieht
Der Luxus, nichts zu müssen
Der November im Meraner Land lädt ein zur Entschleunigung: sich den Luxus gönnen, einmal auszuschlafen und danach nicht gleich weiterzumüssen. Stattdessen sich bewuust die Zeit nehmen, um das sanfte Morgenlicht zu beobachten den Blick wandern zu lassen: von den Berggipfeln, die von der Sonne weiß aufleuchten, und zu den dunkelroten Blättern, die noch vereinzelt an den Bäumen hängen.
Bevor der Advent den Kalender wieder füllt, schenkt dieser Monat eine selten gewordene Ruhe. Man darf durchatmen, bewusst nichts tun und sich gründlich erholen. Eine Pause vor dem Weihnachtstrubel, in der sich Körper und Gedanken einfach einmal nur mit sich selbst beschäftigen dürfen.
Schenna wird ruhiger, aber es schläft nicht
Die Ruhe im Spätherbst bedeutet keineswegs, dass sich Schenna bereits in den Winterschlaf verabschiedet. Auch im November sind beliebte Wege und Ausflugsziele noch bequem und ohne Probleme zugänglich.
Die Taser-Seilbahn bringt Wanderer vom 11. November bis zum 6. Dezember jeweils von Mittwoch bis Sonntag hinauf auf den Schennaberg. Oben führen gepflegte Wege durch die spätherbstliche Landschaft, vorbei an Lärchen und Wiesen und immer wieder zu weiten, offenen Panoramablicken.
Mit dem Wanderbus ist die Talstation innerhalb weniger Minuten erreichbar: An der nahe gelegenen Haltestelle „Hilburger“ einsteigen – und schon nach sechs Minuten beginnt die Fahrt mit der Seilbahn nach oben. Wer im Hotel Hohenwart wohnt, erhält zudem den Südtirol Guest Pass und nutzt damit den Gästebus sowie die öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Südtirol kostenfrei. Dank der guten Anbindung Schennas lässt sich ein Spaziergang nach Meran ebenso unkompliziert planen wie ein Ausflug zu einem anderen Ausgangspunkt im Meraner Land.
Ebenso bequem wie das Unterwegssein vor Ort ist die Anreise mit dem Flugzeug: Flugreisenden steht ganzjährig ein Transfer vom Flughafen Bozen direkt zum Hohenwart zur Verfügung. Besonders attraktiv ist das Angebot in den Wintermonaten: Vom 8. November 2026 bis zum 28. Februar 2027 kostet die einfache Fahrt 15 Euro pro Person, die Hin- und Rückfahrt zusammen 20 Euro. Gästen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Flugzeug anreisen, steht außerdem unser E-Auto einen Tag lang kostenlos zur Verfügung.
Wild, Wein & Gesang (6. bis 22. November)
Was gibt es Schöneres, als Zeit miteinander zu verbringen, vielleicht eine kleine Wanderung zu unternehmen und anschließend zu einem Wildgericht einzukehren? Oder tagsüber die Ruhe zu genießen und den Abend bei stimmungsvoller Musik und Köstlichkeiten aus Wald und Wild ausklingen zu lassen?
Vom 6. bis zum 22. November steht Schenna im Zeichen des spätherbstlichen Genusses. Die teilnehmenden Gasthäuser servieren in dieser Zeit ausgewählte Wildgerichte und herbstliche Spezialitäten: von Hirschragout und Rehrücken bis zu Pilzgerichten, begleitet von passenden lokalen Weinen.
An ausgewählten Tagen werden die Gaststuben zusätzlich von Gesang, Instrumentalmusik, Ziehharmonika und Lesungen erfüllt. So verbindet „Wild, Wein & Gesang“ den Geschmack des Spätherbstes mit geselligen Abenden und der lebendigen Wirtshauskultur Schennas.
Der November auf Hohenwart
Zwischen Musik, Autorenlesung und kulinarischen Traditionen hält auch der November auf Hohenwart einige besondere Überraschungen bereit.
Musikalischer Sonntagsbrunch (08. November)
Den genussvollen Auftakt macht ein ausgedehnter Sonntagsbrunch. Schließlich ist Zeit einer der schönsten Luxusmomente, die man sich gönnen kann – umso mehr, wenn man sich im Kreis seiner Liebsten kulinarisch verwöhnen lässt und einen ganzen Vormittag einfach verfliegen sieht: mit guten Gesprächen, feinem Genuss und musikalischer Begleitung.
Von 8.30 bis 11 Uhr stehen herzhafte Köstlichkeiten, frisch zubereitete Eierspeisen, süße Verführungen, Cappuccino, Tee und ein Glas Prosecco bereit, während Musik das Haus erfüllt.
Martini-Gansl (11. November)
Wenn am Martinstag vielerorts Kinder mit selbst gebastelten Laternen durch die Dunkelheit ziehen, wird auch im Hotel Hohenwart eine lieb gewonnene Tradition gepflegt: das Martini-Gansl.
Rund um die klassische Martinsgans kreieren Chefkoch Maurizio und seine Küchenbrigade ein festliches Menü mit vertrauten herbstlichen Aromen und feinen kulinarischen Überraschungen.
Wild.Wein.Gesang im Hohenwart (14. November)
Ab 18 Uhr stimmen die Wetterhexen beim musikalischen Aperitif auf den Abend ein. Ab 19 Uhr servieren wir ein Menü aus feinen Wildgerichten.
Dabei setzt unsere Küche auf echtes Handwerk: Je nach Verfügbarkeit werden ganze Tiere bezogen und von der Küchenbrigade sorgfältig verarbeitet. So entsteht ein Herbstabend, der saisonstypischer kaum sein könnte – ein ungezwungenes, geselliges Abendessen, bei dem kräftige Wildaromen auf ausgewählte Weine treffen. Ein kulinarischer Meisterschuss, genossen in der warmen Stube und begleitet von der alpenländischen Volksmusik der Wetterhexen.
Aperitif-Lesung „Die wilden Jahre“ (19. November)
An diesem Abend steht das Hotel Hohenwart ganz im Zeichen der Südtiroler Tourismusgeschichte. In der Kaminhalle, begleitet vom wärmenden Knistern des offenen Feuers und feinen Häppchen, rückt die Kultur in den Mittelpunkt.
Bei der Aperitif-Lesung zu „Die wilden Jahre“ sprechen Paul Rösch und Patrick Rina ab 18 Uhr über ihr gemeinsames Buch. Im Mittelpunkt steht eine Zeit, die Südtirol grundlegend veränderte: der rasante Tourismusboom zwischen 1961 und 1983. Aus Bauern wurden Hoteliers und Skilehrer, stille Täler verwandelten sich in Ferienorte und eine beinahe grenzenlose Aufbruchsstimmung erfasste das Land.
Paul Rösch und Patrick Rina erzählen von dieser Entwicklung, von persönlichen Erinnerungen und von den Menschen, die jene bewegten Jahrzehnte mitgestaltet haben – ohne dabei deren Widersprüche und Schattenseiten auszublenden.
Traditionelles Fischessen (24. November)
Mit dem 50-jährigen Jubiläum des Hohenwart begann eine Tradition, die aus dem Spätherbst in unserem Haus mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist: das Fischessen. Bei Gästen und Einheimischen gleichermaßen beliebt, rückt es Köstlichkeiten aus Meer und Fluss sowie die besondere Kochkunst des Hohenwart-Küchenteams ins Rampenlicht.
Der genussvolle Abend beginnt bei einem Aperitif. Anschließend führt der erste Weg zum großen Fischbuffet mit kalten und warmen Delikatessen sowie Showküche, bevor der Höhepunkt folgt: ein Fünf-Gänge-Fischmenü.
Meran zwischen großer Weinwelt und Lichterzauber
Wenige Kilometer weiter unten beweist Meran, dass der November auch eine elegante und internationale Seite besitzt.
Merano WineFestival (6. bis 10. November)
Vom 6. bis zum 10. November wird das Kurhaus von Meran zum Treffpunkt der internationalen Wein- und Genusswelt. Zur 35. Ausgabe kommen mehr als 700 Aussteller und über 10.000 Besucher zusammen – Produzenten, Fachpublikum und Weinliebhaber aus vielen Ländern.
Seit 1992 setzt das Merano WineFestival bewusst auf sorgfältige Auswahl. Die präsentierten Weine und kulinarischen Erzeugnisse werden im Vorfeld von Verkostungskommissionen geprüft; der WineHunter Award dient dabei als wichtiges Qualitätssiegel. In den Jugendstilsälen des Kurhauses begegnen sich renommierte Weingüter, aufstrebende Produzenten, Spitzenköche und Menschen, die neugierig auf neue Geschmackswelten sind.
Den Auftakt bildet am 6. November „TasteTerroir - bio&dynamica“ mit biologischen und biodynamischen Weinen sowie Naturwein. Vom 7. bis zum 9. November stehen prämierte Weine aus Italien und internationalen Anbaugebieten sowie die kulinarischen Erzeugnisse von „Culinaria“ im Mittelpunkt. Den Abschluss bildet am 10. November „Catwalk Champagne & more“, ein Tag rund um Schaumweine und Champagner.
Ein Besuch lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang durch die spätherbstliche Landschaft verbinden. Wer vom Hohenwart aus zu Fuß aufbricht, erreicht Meran über den Mitterplattweg durch Weinberge und Apfelwiesen in knapp einer Stunde. Für den entspannten Rückweg bringt die Buslinie 231 ihre Fahrgäste wieder hinauf nach Schenna.
LUMAGICA 2026
Ab dem 19. November bekommt die frühe Dunkelheit ihren eigenen Zauber. Mit LUMAGICA erstrahlen kunstvolle Lichtinstallationen in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff.
Die diesjährige Inszenierung folgt den Spuren der österreichischen Kaiserin Elisabeth und führt durch Landschaften, Kulturen und Sehnsuchtsorte, die mit ihrem Leben verbunden sind. Lichtfiguren, Projektionen und interaktive Elemente lassen Natur und Geschichte auf einem abendlichen Rundgang miteinander verschmelzen.
Die Ruhe vor der Weihnachtszeit
Gegen Ende des Monats erscheinen in Meran und Schenna langsam die ersten Adventslichter. Der Spätherbst geht in eine neue Jahreszeit über, die wieder ihre eigenen Düfte, Klänge und Traditionen mitbringt.
Doch bevor es so weit ist, gehört der November noch einmal ganz der Ruhe. Den klaren, erfrischenden Stunden draußen und der wohltuenden Wärme drinnen. Dem bewusst ausgedehnten Frühstück, der Wärme der Saunen und der Schwimmbäder, über denen feiner Dampf aufsteigt. Dem Moment, in dem man sich im Ruheraum in ein gutes Buch verliert und dabei die Zeit vergisst. Und einem Abend bei feinem Essen und in guter Gesellschaft.
Es ist eine Zeit, in der man nichts versäumen muss. Eine Zeit, um neue Kraft zu sammeln, bevor das Jahr noch einmal lebhafter wird.