Die Hohenwart-Terrasse: Sommerabende über Meran
Es gibt Orte im Hohenwart, an denen man das Haus sofort versteht. Die Terrasse gehört dazu.
Ein Tisch im Abendlicht. Eine Schnittrose in der Vase. Silberbesteck, weiße Tischwäsche, Gläser, in denen sich das Abendlicht spiegelt. Dazu eine Tischlampe und eine weiche Decke für später, wenn die Sonne hinter den Bergen verschwunden ist und die Luft langsam frischer wird.
Ein Ort zum Ankommen
Die Terrasse ist für viele Hohenwart-Gäste ausnahmslos einer ihrer Lieblingsplätze. Aber nicht nur sie haben sich darin wiedergefunden. Auch für Frau Gerti, die im Restaurant Gastgeberin ist und darauf achtet, dass jeder Gast seinen Platz findet, ist die Terrasse jener Ort im Haus, dem sie sich am stärksten verbunden fühlt. Für sie ist die Terrasse mehr als eine schöne Aussicht. Sie ist ein Gefühl von Freiheit, Geborgenheit und Ankommen.
Wenn sie dort steht und über den Talkessel von Meran und hinüber zur Texelgruppe blickt, wird es ruhig. Besonders in den Abendstunden, wenn die Tische in goldenes Licht getaucht werden und die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet. Dann liegt für einen kurzen Moment alles offen da: das Tal, die Berge, der Himmel, das Haus.
Viele Gäste erzählen, dass sie sich schon das ganze Jahr auf genau diesen Moment freuen. Auf einen Hohenwart Spritz unter den großen Nussbäumen. Auf den Duft von frisch gebrühtem Cappuccino. Auf etwas Süßes aus unserer Patisserie. Auf das Sitzenbleiben, Innehalten und Genießen.
Großzügige Offenheit
Auch Hubert, unser Rezeptionsleiter, der schon seit fast 40 Jahren zur Hohenwart-Familie gehört, hat auf der Terrasse einen seiner Lieblingsplätze gefunden. Er kommt fast täglich dorthin. Manchmal, um Gästen kurz Bescheid zu geben, dass ihr Zimmer bereit ist. Manchmal für einen kleinen Plausch. Manchmal wohl auch einfach, weil dieser Ort gut tut.
Für ihn ist die Terrasse einer jener Plätze, die sich über die Jahre treu geblieben sind. Viele Terrassen wurden verglast, überdacht, eingepackt. Unsere nicht. Sie ist offen geblieben. Mit ihren zwei großen Nussbäumen, dem gepflegten Rasen, den Rosenbeeten, Tischen, Stühlen und Bänken.
Natürlich hat sich im Hohenwart viel verändert. Das Haus ist gewachsen, moderner geworden, komfortabler. Aber die Terrasse hat sich etwas Ursprüngliches bewahrt. Sie lebt mit dem Wetter, mit dem Licht, mit den Jahreszeiten und mit den Menschen, die dort sitzen.
Gedämpftes Stimmengewirr unter dem Nussbaum. Eine persönliche Begrüßung und die Begleitung zum eigenen Tisch. Der Sommelier empfiehlt ein Glas Südtiroler Wein, die Vorspeise erzählt vom Süden, der Hauptgang von alpinen Wurzeln.
So fühlt sich ein Sommerabend auf der Hohenwart-Terrasse an.
Ein Logenplatz zwischen Weite und Nähe
Die Terrasse liegt dort, wo das Hohenwart seine besondere Lage vielleicht am schönsten zeigt und jeder Tisch einen Panoramablick bietet: oberhalb von Meran, erhöht in Schenna und offen zur Landschaft.
Wer hier speist, blickt auf einer Seite über Meran, das Etschtal, den Vinschgau und in Richtung Ultental. Das ist die Weite. Auf der anderen Seite zeigt sich die Nähe: das Dorfzentrum von Schenna, das Schloss, der Kirchhügel und das Mausoleum. Und dahinter, größer und eindrucksvoller, die Texelgruppe mit Mutspitze, Zielspitze und Tschigat.
Man sitzt geschützt am Tisch, nahe beim Haus, und ist doch Teil der Landschaft. Nicht mittendrin, sondern ein wenig darüber.
Herr Mair und der Blick auf Heimat
Für Herrn Mair ist besonders die kleine Aussichtsplattform vor dem Speisesaal ein wichtiger Ort. Dort blickt man über das Tal und in die Berge. Dort wird sichtbar, was Hohenwart geprägt hat: Schenna, Südtirol, das Tal, die Landschaft und das Haus selbst.
Für ihn steht im Hohenwart immer der Mensch im Mittelpunkt. Gäste, Mitarbeiter, Familie. „Wir arbeiten mit Menschen für Menschen“, dieser Gedanke passt vielleicht zu kaum einem Ort besser als zur Terrasse. Denn hier kommen Menschen zusammen. Zum Frühstück, zum Kaffee, zum Abendessen, auf ein Gespräch, auf einen kurzen Moment des Innehaltens.
Die Terrasse ist damit nicht nur Aussicht. Sie ist Begegnung.
Die Aussicht vom Frühstück bis zum Abendmenü
Unsere Terrasse ist natürlich den ganzen Tag über belebt.
Der Morgen auf Hohenwart beginnt mit Frühstück und Talblick. Die Luft ist klar, der Kaffee duftet, und der Tag ist noch offen. Mittags wird die Terrasse zum Platz für eine leichte Pause. Am Nachmittag gehört sie der Marende, einem Cappuccino, einem Stück Kuchen oder einem Aperitif unter den Nussbäumen. Bei uns ist das oft der Hohenwart Spritz. Er wurde von unserer Bar kreiert und ist unsere erste Empfehlung. Den Sirup stellen wir selbst her, Rosmarin aus unserem Garten gehört dazu.
Und dazwischen? Da gibt es jederzeit unsere Bistrokarte.
Auch externe Gäste sind auf der Terrasse willkommen. Wer nicht im Hotel wohnt, aber Hohenwart einmal über den Blick, den Garten und den Geschmack erleben möchte, findet hier einen sehr schönen Zugang zum Haus.
Ein Abend unter dem Nussbaum
Am Abend bekommt die Terrasse noch einmal eine andere Stimmung. Wenn draußen gedeckt ist, zeigt sie vielleicht ihre schönste Seite. Die Sommerluft ist warm, und zugleich streicht eine frische Brise über die Tische.
Unsere Küche ist alpin-mediterran geprägt, mit regionalen Zutaten und viel Gefühl für die Saison. Dazu ein Glas Südtiroler Wein, die Berge und der Blick ins Tal.
Montags und freitags kommt im Sommer Live-Musik dazu. Dann liegt Musik unter den Nussbäumen, Gespräche werden leiser oder lebendiger, je nach Abend. Manche Gäste bleiben länger sitzen und lauschen der Musik.
Das Schöne ist: Kein Abend sieht gleich aus. Einmal ist der Himmel klar. Einmal ziehen Wolken über die Berge. Einmal ist es warm bis spät in die Nacht. Einmal braucht man die Decke früher. Aber jedes Mal fühlt es sich nach Hohenwart an.
Ein Ort für Erinnerungen
Über die Jahre hat die Terrasse viele Sommerabende gesehen. Feste, Gespräche, Ankünfte, Wiedersehen. Gäste, die zum ersten Mal hier sitzen. Stammgäste, die ihren Platz schon kennen. Mitarbeiter, die kurz vorbeikommen. Die Familie Mair, die es sich nicht nehmen lässt, jeden Gast persönlich zu begrüßen.
Vielleicht ist genau das die Kraft dieses Ortes: Er macht aus einem Abendessen mehr als ein Menü. Aus einem Aperitif mehr als ein Getränk. Aus einem Blick mehr als eine Aussicht.
Ein gedeckter Tisch. Eine Schnittrose. Silberbesteck. Ein Glas Wein. Die Nussbäume. Die Berge. Meran im Abendlicht.
Und dieses Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.
Jeder Abend sieht anders aus. Und doch fühlt sich jeder Sommerabend hier ein wenig nach Heimkommen an.