Der Pferderennplatz Meran: zwischen Sport, Geschichte und dem großen Preis
Ein Ort, der mehr erzählt, als man zuerst vermutet
Auf den ersten Blick wirkt der Pferderennplatz Meran beinahe heiter. Die weite Anlage in Untermais, die warmgelb gestrichenen Gebäude, die offene Lage zwischen Stadt, Tal und Bergen. Vom Hohenwart aus fällt der Blick immer wieder auf die weitläufige grüne Rennbahn. Sie liegt dort wie ein markanter Teil der Meraner Landschaft, vertraut und zugleich ein wenig aus der Zeit gefallen.
Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell: Dieser Ort ist mehr als eine Kulisse für Pferderennen. Der Pferderennplatz Meran erzählt von Sport und Gesellschaft, von Haflingern und großen Renntagen, aber auch von einer Entstehungszeit, die historisch präzise betrachtet werden muss. Die heutige Anlage wurde 1935 in Untermais eröffnet und vom Architekten Paolo Vietti Violi im Auftrag des faschistischen Regimes geplant. Gerade dieser Hintergrund macht den Ort nicht weniger sehenswert. Er macht ihn vielschichtiger.
Für Gäste des Hotel Hohenwart ist der Pferderennplatz ein nahes Ausflugsziel im Meraner Land. Ein Ort, an dem sich Tradition, Spannung und Geschichte begegnen. Man muss kein Kenner des Pferdesports sein, um die besondere Atmosphäre zu spüren: das weite Geläuf, die Tribünen, das Licht über Meran und die Berge im Hintergrund.
Pferderennen in Meran: zwischen Sport und Zeitgeschichte
Die heutige Rennanlage in Untermais wurde am 30. August 1935 eröffnet. Geplant wurde sie vom Architekten Paolo Vietti Violi im Auftrag des faschistischen Regimes. Damit ist der Pferderennplatz Meran auch ein Bauwerk seiner Entstehungszeit: groß angelegt, bewusst inszeniert und Teil jener Jahre, in denen Architektur, öffentliche Räume und sportliche Großereignisse politisch aufgeladen waren.
Schon wenige Wochen nach der Eröffnung fand am 20. Oktober 1935 das erste sogenannte Millionenrennen statt. Daraus entwickelte sich später der Große Preis Meran Südtirol. Sportliche Bedeutung, gesellschaftliche Bühne und politische Zeitgeschichte liegen an diesem Ort also nah beieinander.
Heute ist der Pferderennplatz Meran vor allem ein lebendiger Veranstaltungsort. An Renntagen füllen sich die Tribünen, Pferde und Jockeys kommen auf die Bahn, Gespräche entstehen und es liegt Spannung in der Luft. Gerade dieser Kontrast aus Vergangenheit und Gegenwart prägt den Charakter der Anlage bis heute.
Haflinger, Galopprennen und der Große Preis von Meran Südtirol
Eine der bekanntesten Traditionen ist das Haflinger Galopprennen am Ostermontag. Die Haflinger gehören zu Südtirol wie die Berge, die Almen und die bäuerliche Kultur. Mit ihrem fuchsfarbenen Fell, der hellen Mähne und ihrer kraftvollen, freundlichen Ausstrahlung bringen sie eine ganz eigene Stimmung auf die Bahn.
Das Ostermontagsrennen ist für viele Gäste und Einheimische ein fester Termin im Frühling. Es verbindet Pferdesport mit regionaler Identität und macht sichtbar, wie tief die Haflinger Tradition in Südtirol verwurzelt ist.
Der große Höhepunkt im Rennkalender ist der Große Preis Meran Südtirol. Er zählt zu den bekanntesten Hindernisrennen Europas und zieht jedes Jahr ein internationales Publikum an. Der 87. Große Preis von Meran Südtirol findet am Sonntag, den 27. September 2026, am Pferderennplatz Meran statt. Bereits am Samstag, den 26. September, beginnt das Rennwochenende mit weiteren Rennen auf hohem Niveau. Dazu kommen weitere Renntage mit Galopp und Hindernisrennen, die die Saison am Pferderennplatz Meran lebendig halten.
Die besondere Atmosphäre eines Renntages
Ein Renntag in Meran spricht viele Sinne an. Das dumpfe Geräusch der Hufe, die gespannte Ruhe vor dem Start, das Stimmengewirr auf der Tribüne, der Blick über das Geläuf und dahinter die Berge. Es ist eine Atmosphäre, die zugleich sportlich und gesellschaftlich wirkt.
Wer auf der Tribüne sitzt, verfolgt nicht nur das Rennen. Man beobachtet Pferde, Menschen, Gesten, Spannung und kurze Momente der Stille. Genau darin liegt der Reiz. Der Pferderennplatz Meran ist kein alltäglicher Ausflug, sondern ein Stück Meraner Kultur, das man erlebt.
Vorteile für Gäste des Hotel Hohenwart
Für Gäste des Hotel Hohenwart in Schenna ist der Pferderennplatz Meran besonders einfach zu erreichen. Als Partner des Pferderennplatzes bietet das Hohenwart ermäßigte Eintrittskarten direkt an der Rezeption.
Je nach Möglichkeit können auch geführte Einblicke hinter die Kulissen organisiert werden. Dabei erfahren Gäste mehr über die Pferde, die Abläufe, die Geschichte der Anlage und die besondere Welt des Rennsports. So wird aus einem Nachmittag auf der Tribüne ein tieferer Blick in einen Ort, der viel mehr erzählt, als man auf den ersten Blick vermutet.
Ein Ausflug von Schenna nach Meran
Ein Besuch am Pferderennplatz lässt sich gut mit einem Tag in Meran verbinden. Vormittags ein Spaziergang durch die Kurstadt, ein Kaffee unter den Lauben oder ein kurzer Abstecher an die Passer. Später ein Renntag in Untermais. Am Abend zurück ins Hohenwart, wo der Tag ruhig ausklingen darf.
Für Gäste, die das Meraner Land nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell erleben möchten, ist der Pferderennplatz ein besonderer Tipp. Er zeigt eine Seite Merans, die nicht sofort im Vordergrund steht und gerade deshalb interessant ist.
Am Ende bleibt vielleicht nicht das Ergebnis eines Rennens in Erinnerung. Sondern das Bild der Pferde auf der Bahn, die gespannte Stimmung vor dem Start, das warme Gelb der Gebäude, das Licht über Meran und das Gefühl, für ein paar Stunden Teil einer besonderen Geschichte gewesen zu sein.