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Meran - Die Kurstadt

Spaghetti und Speck, Palmen und Fichten...das sind nur einige Stichwörter. Wo sich der Vinschgau und das Passeiertal zum Etschtal vereinen, beginnt auch das Burggrafenamt sowie das Stadtgebiet von Meran. Von den kalten Winden des Nordens durch die Dreitausender der Ötztaler Alpen – die in diesem Abschnitt Texelgruppe genannt werden – geschützt, öffnet sich das Tal hier in der satten Breite von rund 6 Kilometern in Richtung Süden.

Dem ausgesprochen milden Klima, das hier schon spürbar mediterran angehaucht ist, verdankt das Burggrafenamt seine Landschaft mit stark südländischem Flair – und das mitten in den Südtiroler Alpen.
Viele unserer Gäste im Hohenwart schätzen an dieser Kurstadt in Südtirol vor allem die reine, heilende Luft sowie das milde, mediterrane Klima.

Die Stadt zeigt sich in vielen Facetten: als Stadt mit Film, Theater, Musik und Ausstellungen, die sich durch das gesamte Jahr ziehen. Zudem äußerst sportlich mit dem Pferderennplatz, der Meranarena, der Therme Meran und natürlich dem Skigebiet Meran2000.

-> Unser Tipp: Ein Bummel durch die Meraner Lauben und eine Wanderung entlang des Meraner Höhenweges.

Im Herzen von Südtirol

Neu: Die Meraner Waalrunde

80 Kilometer Wanderwege entlang plätschernder Wasserkanäle

Die Wanderer dürfen sich freuen: Aus elf einzelnen Waalwegen in der Umgebung von Meran entstand ein 80 Kilometer langer durchgehender Waalweg. Im April 2012 wird die neue, landschaftlich wunderschöne Meraner Waalrunde eröffnet, die das Meraner Becken umarmt. Nach Lust und Laune kann die gesamte Runde in mehreren Tagesetappen erwandert werden, oder – wer möchte – sucht sich einen Teilabschnitt für ein paar Stunden Spazieren aus. Die Meraner Waalrunde schlängelt sich leicht über dem Tal auf etwa 400 bis maximal 900 Höhenmetern durch Weinberge, Apfelwiesen und Kastanienhaine und bietet beeindruckende Ausblicke. Der Weg führt vorbei an Waalerhütten und Waalerschellen, an Schlössern, Kirchen, Naturdenkmälern, den Erdpyramiden und romantischen Einkehrmöglichkeiten. Die „Waale“ sind künstlich angelegte Bewässerungskanäle aus dem 13. Jahrhundert und einzigartig in Südtirol. Zur Instandhaltung und Pflege der Waale wurden früher schmale Stege errichtet – die sogenannten Waalwege. Heute sind aus den Pfaden entlang der Kanäle beliebte Wanderwege geworden, die das ganze Jahr über begehbar sind und zu den stimmungsvollsten Spazierwegen zählen.

Das Frauenmuseum in Meran

In der alten und ehrwürdigen Kurstadt Meran befindet sich eines der außergewöhnlichsten und interessantesten Museen Südtirols, das Frauenmuseum Meran! Gegründet wurde es von Evelyn Ortner (1944 – 1997). Die gebürtige Vorarlbergerin kam 1968 nach Meran und betrieb hier einen Second-Hand-Laden. Die Sammelleidenschaft hatte sie schon in der Jugend gepackt, v.a. Kleidung, Accessoires und Alltagsgegenstände hatten es ihr angetan. Im Meran konnte Evelyn Ortner ihre Passion zum Beruf machen und wurde dabei zu einer kundigen Expertin für Kostümgeschichte und Textilien. Von Anfang an verfolgte sie jedoch das Ziel, mit ihrer Sammlung nicht nur die Geschichte der Mode nachzuzeichnen, sondern weit darüber hinaus auch die Geschichte der Frauen bzw. überhaupt Geschichte aus dem Blickwinkel der Frauen darzustellen.


Im Jahr 1988 gründete sie privat und in Eigeninitiative ihr „Museum für Kleid und Tand“ unter den Lauben in Meran. Dieses kleine Museum wurde rasch zu einer anerkannten Institution in Meran. Mit historischen Modeschauen, alljährlichen Sonderausstellungen, Wanderausstellungen und vielen anderen Aktivitäten erregte Ortner immer wieder Aufsehen und machte ihr Museum schon bald über die Grenzen von Südtirol hinaus bekannt.
1993 wurde der Verein „Frauenmuseum – Die Frau im Wandel der Zeit“ mit Evelyn Ortner als Geschäftsführerin gegründet und übernahm die Leitung des Museums. Die Sammlung wuchs stetig, was schließlich die Übersiedlung in neue Räumlichkeiten notwendig machte. Evelyn Ortner starb 1997 an ihrer Krebserkrankung, ihr Museum lebte und gedieh aber weiter. Unter dem neuen Namen „Frauenmuseum Evelyn Ortner“ übersiedelte es an die neue Adresse am Kornplatz, wo es sich zu einem vielseitigen Ort der Begegnung und des interdisziplinären Diskurses entwickelt hat.
Das Frauenmuseum Meran ist ganzjährig geöffnet und hat sich in seiner permanenten Ausstellung insbesondere auf die Kultur- und Alltagsgeschichte aus weiblicher Sicht spezialisiert. Im Mittelpunkt steht die Darstellung von Frauenbildern und Frauenrollen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart anhand von Kleidung und Accessoires, Büchern, Alltagsgegenständen und Dokumenten. Die Sammlung des Frauenmuseums ist derart umfangreich, dass auch die Dauerausstellung jeweils nach einigen Jahren gewechselt wird. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Sonderausstellungen und zahlreiche Veranstaltungen zu frauen- und genderrelevanten Themen.
Ein hoch interessantes Stück Kulturgeschichte – der Besuch des Frauenmuseums Meran lohnt allemal!

Impressionen Meran & Umgebung